PHANTOMES – An Organ Spectacular

Bach: Toccata und Fuge d-moll BWV 565, Rossini: Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, Vierne: Phantômes, Rota: Orgelsonate, Williams: Star-Wars-Suite, Schneider: Toccata „Schlafes Bruder“


Harald Feller (an der Goll-Orgel Memmingen)

harmonia mundi magazin: Großer Auftritt für die Königin der Instrumente. „Die Idee für die ungewöhnliche Programmgestaltung der vorliegen den Einspielung war, einerseits Orgelbearbeitungen von großer Opernmusik (Rossini) und einer berühmten Filmmusik unserer Tage (J. Williams) gegen überzustellen, andererseits Originalkompositionen von zwei besonders für ihre Filmmusik bekannten Komponisten (Nino Rota, Enjott Schneider), die speziell für Orgel komponiert wurden, neben ein Werk zu stellen, das abseits der Intention des Komponisten (J. S. Bach) wegen seiner eindrucksvollen Wirkung in Filmen Verwendung fand. Mit der Goll-Orgel der Kirche St. Martin in Memmingen stand ein hervorragen – des, an dem Klangbild der großen französisch-symphonischen Kathedralorgeln orientiertes Instrument zur Verfügung, das eine gute Voraussetzung bot, dieses ungewöhnliche reizvolle Programm klanglich zu bewältigen.“ schreibt Harald Feller in seinem Begleittext zu dieser CD, die genauso gut unter dem Titel stehen könnte ”And the Oscar goes to…“. Hier ist die Orgel – auch in Bachs großartiger Toccata – kein Andachtsinstrument für die Kirche, hier entfaltet sie alle ihre Klangmöglichkeiten zu einem virtuosen Feuerwerk der Sonderklasse!

Magazin Frankfurt: Harald Feller, der Professor an der Münchner Musikhochschule, hat an der schönen Goll-Orgel der Memminger St. Martins-Kirche ein einzigartiges Klangspektakel veranstaltet. Richtig spektakulär hörbar wird dies allerdings leider nur mit einem Super Audio-CD-Spieler, doch die Hybrid-SACD lässt auch die klassischen CD-Player-Nutzer nicht im Regen stehen. Es loht sich auch für sie, denn Feller hat auf der CD die kosmischen Klangräume John Williams aus Themen von dessen Star Wars-Soundtrack raumfüllend zu einer suite arrangiert. Eingeleitet wird das Album allerdings mit Bachs trompetenhaft- strahlenden Toccata d-Moll. Neben Bach und Williams hat Feller auch die fulminante Toccata aus Enjott Schneiders Musik zu „Schlafes Bruder“ aufgenommen und die in warmen, intimen Farben gekleidete Orgelsonate von Nino Rota. Im vollen Surround-Modus glaubt man förmlich in der Kirche zu sitzen und mit den Raumschiffen des galaktischen Imperiums durch die weiten des Weltalls zu fliegen. Feller ist Profi, was die Wirkung seines Spiels betrifft und erreicht damit nicht nur die klassische Gemeinde der Orgelliebhaber.

A. Csampai in FonoForum 05/06: "Unter dem Titel "Phantômes" hat der renommierte Organist Harald Feller auf der mächtigen Goll - Orgel in der Memminger St.Martinskirche eine ungewöhnliche Kollektion von spektakulären Orgelstücken zusammengestellt, die in der Filmmusik des 20.Jahrhunderts zum Zuge kamen, also neben Bearbeitungen wie Lemares "Wilhelm Tell Ouverture" oder John Williams "Star-Wars-Suite" auch Orginales wie Nino Rotas skurile Orgelsonate oder Louis Viernes "Phantômes". Es ist ein extravaganter Versuch, die faszinierende Klangwelt einer modernen Kirchenorgel einem breiteren Publikum näher zu bringen und zugleich die Kenner mit Raritäten zu überraschen. Und es ist keine Frage, dass sich kaum ein anderes Instrument so eignet, die Möglichkeiten und Qualitäten der Mehrkanaltechnik so suggestiv wiederzugeben, wie die Königin der Instrumente. Die SACD scheint hier das ideale Medium zu sein".


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